Europäische Politikexperimente · Projekt 101339880

Forschungsstand

Eine laufend aktualisierte Zusammenfassung dessen, was über Erwachsenenbildung an vertrauten Orten in der Community bekannt ist – Sprachcafés, Bibliotheken und Integrationszentren –, und der Forschung und EU-Politik, auf denen CAFÉ+ aufbaut. Wir ergänzen sie, sobald neue Studien und politische Initiativen erscheinen.

Laufend aktualisiert Zuletzt aktualisiert am 15. Oktober 2026 22 verlinkte Quellen Änderungen ansehen
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Hintergrund

Die Erwachsenen, die Lernen am meisten brauchen, sind am schwersten zu erreichen

Die Union der Kompetenzen der Europäischen Kommission (2025) will regelmäßige Weiterbildung für alle zur Normalität machen. Doch 2022 nahmen nur 39,5 % der Erwachsenen in der EU an Lernaktivitäten teil – weit entfernt vom EU-Ziel von 60 % bis 2030.

Erwachsene mit geringer Qualifikation nehmen viel seltener teil: 2024 hatten 12,6 % von ihnen in den letzten 12 Monaten etwas gelernt, gegenüber 28,4 % aller Erwachsenen (Eurostat, Arbeitskräfteerhebung). Der Aktionsplan für Grundkompetenzen (2025) ergänzt, dass etwa jede fünfte Person im erwerbsfähigen Alter in der EU Schwierigkeiten mit Lesen und Schreiben hat.

Viele dieser Erwachsenen treffen sich schon jede Woche in Sprachcafés, Bibliotheken und Integrationszentren. Was fehlt, ist ein Weg, dieses vertraute, informelle Lernen in strukturierte Kompetenzentwicklung und anerkannte Nachweise zu verwandeln – ohne zu verlieren, was diese Orte ausmacht. CAFÉ+ wurde entwickelt, um diese Lücke zu schließen.

39,5 %der Erwachsenen von 25 bis 64 Jahren in der EU nahmen 2022 an Lernaktivitäten teil (Erhebung über Erwachsenenbildung). Das EU-Ziel für 2030 liegt bei 60 %.Quelle: Europäische Kommission, The Union of Skills, 2025 ↗
12,6 %der Erwachsenen mit geringer Qualifikation (höchstens Sekundarstufe I) haben 2024 in den letzten 12 Monaten etwas gelernt – gegenüber 28,4 % aller Erwachsenen.Quelle: Eurostat, trng_lfs_18, 2024 ↗
60,4 %der Menschen von 16 bis 74 Jahren in der EU haben mindestens grundlegende digitale Kompetenzen (2025). Das EU-Ziel für 2030 liegt bei 80 %.Quelle: Eurostat, isoc_sk_dskl_i21, 2025 ↗
In Zahlen

Die Partnerländer auf einen Blick

Wie die sechs Länder von CAFÉ+ bei drei für das Projekt wichtigen Indikatoren im Vergleich zum EU-Durchschnitt abschneiden. Aktuelle Eurostat-Daten, abgerufen im Oktober 2026.

Erwachsene, die in den letzten 12 Monaten gelernt haben

% der 25- bis 64-Jährigen, die an Aus- oder Weiterbildung teilgenommen haben, 2024

  • Finnland53,4 %
  • Österreich37,5 %
  • Tschechien32,4 %
  • Spanien29,7 %
  • EU28,4 %
  • Rumänien14,4 %
  • Griechenland8,4 %

Daten der Arbeitskräfteerhebung, ohne angeleitetes Lernen am Arbeitsplatz – daher niedriger als in der Erhebung über Erwachsenenbildung, die für das EU-Ziel von 60 % verwendet wird. Griechenland: Zeitreihenbruch.

Quelle: Eurostat, trng_lfs_17 ↗

Erwachsene mit geringer Qualifikation, die lernen

% der 25- bis 64-Jährigen mit höchstens Sekundarstufe I, die in den letzten 12 Monaten gelernt haben, 2024

  • Finnland38,7 %
  • Österreich15,9 %
  • Spanien14,7 %
  • EU12,6 %
  • Tschechien12,6 %
  • Rumänien3,7 %
  • Griechenland0,9 %

Finnland: geringe Zuverlässigkeit. Griechenland: Zeitreihenbruch.

Quelle: Eurostat, trng_lfs_18 ↗

Grundlegende digitale Kompetenzen

% der 16- bis 74-Jährigen mit mindestens grundlegenden digitalen Kompetenzen insgesamt, 2025

  • Finnland81,0 %
  • Tschechien70,5 %
  • Österreich69,8 %
  • Spanien66,5 %
  • EU60,4 %
  • Griechenland51,0 %
  • Rumänien31,8 %

Das Ziel stammt aus dem Politikprogramm für die digitale Dekade.

Quelle: Eurostat, isoc_sk_dskl_i21 ↗
Politischer Rahmen

Die europäischen Rahmen, auf denen wir aufbauen

CAFÉ+ trägt zu den Prioritäten der EU für Erwachsenenbildung, Grundkompetenzen und die Anerkennung dessen bei, was Menschen außerhalb der formalen Bildung lernen. Neue politische Initiativen ergänzen wir hier, sobald sie beschlossen sind.

2025EU

Die Union der Kompetenzen

Macht regelmäßige Weiterbildung und Umschulung in der ganzen EU zur Normalität. CAFÉ+ erprobt einen niederschwelligen Einstieg für Erwachsene, die selten teilnehmen.

2025EU

Aktionsplan für Grundkompetenzen

Reagiert auf den Rückgang der Grundkompetenzen bei jungen Menschen und Erwachsenen. Kompetenzcafés bauen im Gespräch sprachliche, digitale und überfachliche Kompetenzen auf.

2021–2030EU

Europäische Agenda für die Erwachsenenbildung

Legt als Ziele fest, dass bis 2025 47 % und bis 2030 60 % der Erwachsenen an Lernaktivitäten teilnehmen. CAFÉ+ liefert Erkenntnisse dazu, wie man Erwachsene dort erreicht, wo sie schon sind.

2016EU

Weiterbildungspfade: Neue Chancen für Erwachsene

Drei Schritte für Erwachsene mit geringen Kompetenzen: Bewertung der vorhandenen Kompetenzen, ein maßgeschneidertes Lernangebot sowie Validierung und Anerkennung. Das Kompetenzcafé bringt alle drei ins Sprachcafé.

2022EU

Europäischer Ansatz für Microcredentials

Gemeinsame Standards, damit kurze Lernerfahrungen vertrauenswürdig sind und kombiniert und anerkannt werden können. Die zehn CF10-Microcredentials werden danach gestaltet.

2018EU

Schlüsselkompetenzen für lebenslanges Lernen

Acht Schlüsselkompetenzen, darunter Mehrsprachenkompetenz sowie persönliche, soziale und Lernkompetenz – beide stehen im Mittelpunkt eines Kompetenzcafés.

CF10: zehn Zukunftskompetenzen, verankert in vier EU-Rahmenwerken

Der in CAFÉ+ entwickelte CF10-Kompetenzrahmen geht von den Kompetenzen aus, die laut Weltwirtschaftsforum bis 2030 am wichtigsten werden, und verknüpft jede davon mit den Kompetenzrahmen der EU – damit das, was Erwachsene in einem Kompetenzcafé lernen, in ganz Europa anerkannt werden kann.

LifeComp
  • Persönlich
  • Sozial
  • Lernen lernen

9 Kompetenzen – von Selbstregulierung und Empathie bis zu kritischem Denken und der Steuerung des eigenen Lernens.

DigComp
  • Information
  • Kommunikation
  • Inhalte erstellen
  • Sicherheit
  • Problemlösung

21 digitale Kompetenzen in fünf Bereichen. Die Gemeinsame Forschungsstelle (JRC) der EU hat im November 2025 die Version 3.0 veröffentlicht.

GreenComp
  • Nachhaltigkeitswerte
  • Komplexität
  • Zukunftsvisionen
  • Handeln

12 Nachhaltigkeitskompetenzen – von der Wertschätzung der Nachhaltigkeit bis zum Handeln dafür.

EntreComp
  • Ideen und Chancen
  • Materialien
  • In die Tat umsetzen

15 Kompetenzen, um Ideen in die Tat umzusetzen – im Beruf, in der Community und im Alltag.

CF10Zukunftskompetenzen

Bezugspunkte für die CF10-Microcredentials

Forschungsergebnisse

Was die Forschung zeigt

CAFÉ+ beruht auf einer Bedarfsanalyse, die die Partner bei der Vorbereitung des Projekts durchgeführt haben: einer Umfrage unter 42 Praktiker:innen aus Sprachcafés in den sechs Ländern, nationalen Konsultationen mit Moderator:innen und Akteuren aus der Community, einer Auswertung nationaler Daten und Strategien zur Erwachsenenbildung sowie aktueller Forschung von OECD, Cedefop, Eurostat und Europäischer Kommission.

6Länder in der Bedarfsanalyse
42befragte Praktiker:innen aus Sprachcafés
90 %sagen, dass Erwachsene herkömmliche Kurse als schwer zugänglich, stigmatisierend oder unvereinbar mit Betreuungspflichten erleben
93 %sagen, dass Erwachsene am dringendsten überfachliche Kompetenzen brauchen
1

Die Erwachsenenbildung stagniert – und die Lücke schließt sich aus dem falschen Grund

In vielen Ländern stagniert die Teilnahme an Erwachsenenbildung oder sinkt. Die Unterschiede zwischen Gruppen werden vor allem deshalb kleiner, weil Erwachsene, die früher am meisten an Weiterbildung teilnahmen, jetzt weniger teilnehmen – und nicht, weil mehr geringqualifizierte Erwachsene dazukommen.

OECD, Trends in Adult Learning, 2025 ↗
2

Das Wachstum kommt von berufsbezogener Weiterbildung, die Geringqualifizierte selten erhalten

Daten der EU-Arbeitskräfteerhebung für 2013–2022 zeigen, dass die Teilnahme vor allem durch berufsbezogene nichtformale Weiterbildung gewachsen ist. In Berufen mit geringen Qualifikationsanforderungen bleibt sie am niedrigsten, und die meisten Länder dürften den EU-Richtwert von 47 % für 2025 verfehlt haben.

Pemberton-Frings und Ilie, International Review of Education, 2026 ↗
3

Die Hürden sind Motivation, Zeit und Vertrauen – nicht nur die Kosten

In der Bedarfsanalyse von CAFÉ+ sagten 38 von 42 Praktiker:innen, dass Erwachsene herkömmliche Kurse als schwer zugänglich, stigmatisierend oder unvereinbar mit Betreuungspflichten erleben, und 34 nannten Betreuungspflichten als Hürde, auf die kein bestehendes Angebot eingeht. Auch das Cedefop stellt fest, dass viele Erwachsene mit geringen Kompetenzen wenig Bedarf an Weiterbildung sehen, und fordert gezielte aufsuchende Angebote.

Cedefop, Skill development and employment pathways for adults with low skill levels, 2026 ↗
4

Mittler, denen Menschen vertrauen, öffnen die Tür

Die OECD kommt zu dem Schluss: Um die Lücke bei Erwachsenen mit geringen Lese- und Rechenkompetenzen zu schließen, braucht es aktive aufsuchende Arbeit über Mittler, denen diese Erwachsenen vertrauen. Forschung zu Sprachcafés in Schweden zeigt, wie diese schon heute als soziale Treffpunkte für Inklusion und Sprachpraxis funktionieren.

OECD, Navigating Life with Low Literacy and Numeracy, 2026 ↗
Wirkungslogik

Wie CAFÉ+ die Erkenntnisse in dauerhafte, transformative Veränderung umsetzt

BedarfErwachsene, die Weiterbildung am meisten brauchen, nutzen formale Angebote selten – doch viele besuchen schon Sprachcafés, ohne einen Weg zu anerkanntem Lernen.
RessourcenSieben Partner in sechs Ländern, ihre Netzwerke aus Sprachcafés und Integrationsarbeit, Verbindungen zu Arbeitsvermittlung und Arbeitgeber:innen sowie die Kofinanzierung durch Erasmus+.
AktivitätenBestandsaufnahme und Dialogrunden (Phase 1); CF10-Kompetenzrahmen, Methodenkoffer und Schulungen (Phase 2); Pilot-Kompetenzcafés im Vergleich mit herkömmlichen Sprachcafés (Phase 3); Befürwortung durch Arbeitgeber:innen, Politikdialog und breite Umsetzung (Phase 4).
LeistungenOffene Werkzeuge in den Partnersprachen, geschulte Moderator:innen und 70 Peer-Botschafter:innen, 31 Kompetenzcafé-Standorte, CF10-Microcredentials und ein Politikpapier.
Wirkungen420+ Erwachsene lernen in Kompetenzcafés, erwerben Microcredentials und gehen nächste Schritte in Weiterbildung, zur Arbeitsvermittlung oder in Arbeit.
Langfristige WirkungVertraute Orte in der Community werden in der ganzen EU als Weg in die Weiterbildung anerkannt – so rückt das Ziel von 60 % für mehr Erwachsene in Reichweite.
Nationale Perspektiven

Sechs Länder, sechs Ausgangslagen

Die Bedarfsanalyse hat gezeigt, dass jedes Partnerland unterschiedlich weit ist und mit anderen Fragen zu tun hat. Jeder Partner bringt seinen nationalen Kontext, seine Expertise und frühere Projekte ein, auf denen CAFÉ+ aufbaut – und die Europäische Union setzt den gemeinsamen Rahmen.

Europäische Union

Ein gemeinsamer europäischer Rahmen

Die EU will, dass bis 2030 jedes Jahr 60 % der Erwachsenen an Lernaktivitäten teilnehmen; 2022 waren es 39,5 %. Die Union der Kompetenzen und der Aktionsplan für Grundkompetenzen fordern flexible Wege, die Erwachsene dort erreichen, wo sie sind.

Grundlagen: Weiterbildungspfade, der europäische Ansatz für Microcredentials, LifeComp, DigComp, GreenComp und EntreComp

Erasmus+ · kofinanziert von der Europäischen UnionEU-Politik →
Österreich

Weiterbildungspfade und digitales Lernen

Österreich liegt über dem EU-Durchschnitt – 52,2 % der Erwachsenen nahmen 2022 an Lernaktivitäten teil –, strebt aber bis 2030 62 % an, und der Anteil der Erwachsenen mit geringer Lesekompetenz ist gestiegen. ACCELERAS koordiniert CAFÉ+ und bringt Netzwerke aus dem EU-Kompetenzpakt sowie Erfahrung in der Gestaltung digitalen Lernens ein.

Grundlagen: Erasmus+-Projekte wie BRIDGE und VETDESIGN

ACCELERAS · KoordinationProfil →
Österreich

Integration und Basisbildung in Wien

In Österreich können Erwachsene über das Bund-Länder-Programm Level Up – Erwachsenenbildung kostenlose Basisbildungskurse besuchen. INTERFACE Wien, ein gemeinnütziges Unternehmen der Stadt Wien, unterstützt rund 38.000 Menschen pro Jahr in 38 Sprachen.

Grundlagen: „Mama lernt Deutsch“ mit Kinderbetreuung und die Anlaufstelle StartWien

INTERFACE Wien · PartnerProfil →
Tschechien

Roma und Migrant:innen

Nur 21,2 % der Erwachsenen in Tschechien nahmen 2022 an Lernaktivitäten teil – das nationale Ziel für 2030 liegt bei 45 %. Über das Nationale Qualifikationsregister können Erwachsene berufliche Kompetenzen zertifizieren lassen, egal wie sie diese erworben haben – ein Weg, an den CAFÉ+ anknüpfen kann.

Grundlagen: 27 Jahre Arbeit in der Community, das Festival Khamoro und der Kurs „Welcome to CZ“

Slovo 21 · PartnerProfil →
Finnland

Sprachcafés seit 2004

Finnland hat unter den Ländern von CAFÉ+ die höchste Beteiligung (51,8 % im Jahr 2022), doch Erwachsene mit geringer Bildung nehmen weiterhin viel seltener teil: 38,7 % im Jahr 2024, gegenüber 62,9 % der Hochschulabsolvent:innen. Die Arbeitsvermittlung ist 2025 auf kommunale Beschäftigungsgebiete übergegangen.

Grundlagen: Café Lingua Helsinki und das nordisch-baltische Nordplus-Projekt Café Lingua

LFI · PartnerProfil →
Griechenland

Soziale Inklusion und psychische Gesundheit

Mit 15,1 % der Erwachsenen, die 2022 an Lernaktivitäten teilnahmen, gehört Griechenland zu den Schlusslichtern in der EU. Ein Gesetz von 2024 hat Microcredentials eingeführt, doch viele der Maßnahmen sind noch nicht umgesetzt.

Grundlagen: 80+ EU-Projekte und gemeindenahe Angebote für psychische Gesundheit in ganz Griechenland

IASIS · PartnerProfil →
Rumänien

Integration von Migrant:innen und Geflüchteten

In Rumänien nahmen 2022 19,1 % der Erwachsenen an Lernaktivitäten teil – und 2024 nur 3,7 % der Erwachsenen mit geringer Qualifikation. Eine nationale Strategie für die Weiterbildung Erwachsener (2024–2030) soll eine Kultur des lebenslangen Lernens aufbauen.

Grundlagen: Erasmus+-Akkreditierung für die Erwachsenenbildung und Verbindungen zur Arbeitsagentur ANOFM

MIC Brașov · PartnerProfil →
Spanien

Beschäftigungsfähigkeit und soziale Inklusion

In Spanien nahmen 2022 34,1 % der Erwachsenen an Lernaktivitäten teil, aber nur 15,4 % der geringqualifizierten Erwachsenen. Erwachsene können durch Berufserfahrung erworbene Kompetenzen jetzt über ein Verfahren anerkennen lassen, das das ganze Jahr offen ist.

Grundlagen: Programme zur Beschäftigungsfähigkeit für Migrantinnen und langzeitarbeitslose Erwachsene in Fuenlabrada

SAN · PartnerProfil →
Lücken und Antworten

Von den Lücken zu dem, was CAFÉ+ liefert

Zu den Materialien
Lücke · Erwachsene

Lernen im Sprachcafé bleibt ohne formale Anerkennung

Erwachsene kommen vielleicht jahrelang und erwerben echte Kompetenzen, aber nichts davon wird festgehalten oder anerkannt. Nur 1 der 42 befragten Praktiker:innen kannte einen validierten Weg zu einem Microcredential.

Die Antwort von CAFÉ+

CF10-Microcredentials, erworben über ein Portfolio im Kompetenzcafé

Mehr über die Microcredentials →
Lücke · Moderator:innen

Keine gemeinsame Methode, keine Schulung

Nur 3 von 42 Praktiker:innen nutzten eine strukturierte Methode zur Kompetenzentwicklung. Die meisten improvisieren ihre Aktivitäten, ohne Bezug zu EU-Rahmenwerken.

Die Antwort von CAFÉ+

Der CF10-Kompetenzrahmen, der CLIL-Methodenkoffer für Kompetenzcafés und Schulungen für Moderator:innen

Mehr über den Methodenkoffer →
Lücke · Menschen mit Betreuungspflichten und schwer erreichbare Erwachsene

Kurse passen nicht in ein Leben, das von Betreuungspflichten und Misstrauen geprägt ist

81 % der Praktiker:innen nannten Betreuungspflichten als Hürde, auf die kein bestehendes Angebot eingeht, und viele Erwachsene meiden alles, was sich nach Schule anfühlt.

Die Antwort von CAFÉ+

Kompetenzcafés, die zu Betreuungspflichten passen – mit Kinderbetreuung, kurzen Einheiten, Online-Aktivitäten und Abendterminen – sowie Peer-Botschafter:innen

Zu den Lernwegen →
Lücke · Politik

Keine Erkenntnisse darüber, was auf EU-Ebene wirkt

Es gibt keine kontrollierten, länderübergreifenden Erkenntnisse darüber, ob erweiterte Sprachcafés mehr Erwachsene in die Weiterbildung bringen – deshalb kann die Politik nicht mit ihnen planen.

Die Antwort von CAFÉ+

Pilot-Kompetenzcafés in sechs Ländern im Vergleich mit herkömmlichen Sprachcafés und ein Umsetzungsplan für die Politik

Mehr über die Pilotphase →
Aktuelles und weiterführende Literatur

Was es Neues gibt

Das Neueste aus dem Projekt sowie Studien und Berichte aus ganz Europa.

Alle Projektneuigkeiten →

Weiterführende Literatur aus ganz Europa

Quellen

Quellenverzeichnis

  1. Cedefop (2024). European inventory on validation of non-formal and informal learning – 2023 update ↗. Länderberichte.
  2. Cedefop (2026). Skill development and employment pathways for adults with low skill levels ↗.
  3. Rat der Europäischen Union (2016). Council Recommendation of 19 December 2016 on Upskilling Pathways: New Opportunities for Adults ↗. 2016/C 484/01.
  4. Rat der Europäischen Union (2018). Council Recommendation of 22 May 2018 on key competences for lifelong learning ↗. 2018/C 189/01.
  5. Rat der Europäischen Union (2021). Council Resolution on a new European agenda for adult learning 2021–2030 ↗. 2021/C 504/02.
  6. Rat der Europäischen Union (2022). Council Recommendation of 16 June 2022 on a European approach to micro-credentials for lifelong learning and employability ↗. 2022/C 243/02.
  7. Europäische Kommission (2025). The Union of Skills ↗. COM(2025) 90 final.
  8. Europäische Kommission (2025). Action Plan on Basic Skills ↗. COM(2025) 88 final.
  9. Europäische Kommission (2025). Education and Training Monitor 2025 — country reports ↗. Österreich, Tschechien, Finnland, Griechenland, Rumänien und Spanien.
  10. Europäische Kommission, Gemeinsame Forschungsstelle (2020). LifeComp: the European Framework for Personal, Social and Learning to Learn Key Competence ↗.
  11. Europäische Kommission, Gemeinsame Forschungsstelle (2025). DigComp 3.0 — the European Digital Competence Framework ↗.
  12. Europäische Kommission, Gemeinsame Forschungsstelle (2022). GreenComp: the European sustainability competence framework ↗.
  13. Europäische Kommission, Gemeinsame Forschungsstelle (2016). EntreComp: the Entrepreneurship Competence Framework ↗.
  14. Europäisches Parlament, Rat und Kommission (2017). European Pillar of Social Rights ↗. OJ C 428, 13.12.2017.
  15. Eurostat (2026). Participation rate in education and training (last 12 months) ↗ (trng_lfs_17).
  16. Eurostat (2026). Participation rate in education and training (last 12 months) by educational attainment level ↗ (trng_lfs_18).
  17. Eurostat (2026). Individuals' level of digital skills (from 2021 onwards) ↗ (isoc_sk_dskl_i21).
  18. Majlesi, Jansson und Kunitz (2023). Migrants' Inclusion in Civil Societies: The Case of Language Cafés in Sweden ↗. Social Inclusion, 11(4).
  19. OECD (2025). Trends in Adult Learning: New Data from the 2023 Survey of Adult Skills ↗. Getting Skills Right.
  20. OECD (2026). Navigating Life with Low Literacy and Numeracy ↗.
  21. Pemberton-Frings und Ilie (2026). Understanding Europe's skills shortage: Patterns of participation in formal and non-formal education and training ↗. International Review of Education, 72(2).
  22. World Economic Forum (2025). The Future of Jobs Report 2025 ↗.
Letzte Änderungen

Wie sich diese Seite verändert hat

  1. Erste Fassung veröffentlicht – auf Grundlage der Recherchen für den Projektantrag von CAFÉ+ und ergänzt um die neuesten Eurostat-Daten (2024–2025), den Monitor für die allgemeine und berufliche Bildung 2025 sowie neue Studien von OECD und Cedefop aus dem Jahr 2026.

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