Europäische Politikexperimente · Projekt 101339880
Forschung 29. April 2026 11 Aufrufe

Cedefop: Erwachsene in gering qualifizierten Tätigkeiten nehmen seltener an Lernangeboten teil

Eine neue Cedefop-Studie über Wege zu Kompetenzen und Arbeit fordert gezielte aufsuchende Angebote für geringqualifizierte Erwachsene.

Am 29. April 2026 veröffentlichte das Cedefop, die EU-Agentur für berufliche Bildung, das Forschungspapier „Skill development and employment pathways for adults with low skill levels“. Es untersucht Erwachsene mit geringer Qualifikation und Erwachsene, die in der EU in Tätigkeiten mit geringen Qualifikationsanforderungen arbeiten.

Was die Studie zeigt

  • Rund die Hälfte der Beschäftigung in der EU entfällt auf Tätigkeiten mit geringen Qualifikationsanforderungen
  • Bis 2035 wird voraussichtlich bis zu ein Drittel der Arbeitsplätze für Geringqualifizierte wegfallen
  • Erwachsene in gering qualifizierten Tätigkeiten nehmen an allen Formen des Lernens seltener teil: Nur etwa ein Drittel der Teilnehmenden an Weiterbildungen kommt aus dieser Gruppe
  • Zu den strukturellen Hürden kommt ein geringes Bewusstsein dafür, dass Weiterbildung nötig ist

Das Cedefop empfiehlt gezielte aufsuchende Strategien für benachteiligte Gruppen wie ältere Beschäftigte und Frauen; flexibles, arbeitsbasiertes und modulares Lernen, unterstützt durch Beratung und finanzielle Förderung; und eine engere Zusammenarbeit zwischen Politik, Arbeitgeber:innen und Bildungsanbietern.

Was das für CAFÉ+ bedeutet

CAFÉ+ setzt an den Orten an, die Erwachsene mit geringen Kompetenzen schon besuchen, und verbindet sie mit Beratung, Arbeitsvermittlung und Arbeitgeber:innen – genau die Art von aufsuchender Arbeit und Zusammenarbeit, die die Studie fordert.

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